Thursday, 23 July 2015

Baking queen...oder andere Gründe das ABBA Museum zu besuchen



Baking queen?! ABBA?! Mensch, da hat Rosarood wohl irgendwas durcheinander gekriegt, denkt ihr euch nun sicher! Nee, nee, hat alles seine Richtigkeit, denn ich hab' den Liedtext einfach ein wenig abgeändert. Nach wie vor ist ABBA's "Dancing queen" mein bevorzugter Back-Song... Ihr könnt euch das ungefähr dann so vorstellen (müsst ihr natürlich nicht!): Ich mit Küchenschürze schwingend in meiner Küche, während ich laut mitsingend den Teig einrühre, bzw. ein paar Bullar knote. Gerne mache ich dabei euch noch eine kleine Tanzeinlage, die ich jedoch mittlerweile nur durchführe, wenn meine Kinder keinen Besuch im kleinen Schwarzen haben. Da sich unsere Treppe ja sozusagen genau gegenüber meiner Tanzfläche befindet, lief vor ein paar Wochen mein Ältester leicht beschämt hinter einer Freundin an mir vorbei....Okay, ich kann's verstehen; ich hätte mit sechzehn auch nicht gerne meine vor sich hin grölende, rhythmisch hüpfende Mutter meinen Freunden präsentiert. Also, nun schwinge ich immer nur noch ohne Publikum ;-)

Aber zurück zu ABBA...Mit besagter schwedischer Popgruppe verbindet mich als Kind der 70'ziger schon eine lange Zeit. Zunächst hörte ich ihre Lieder bei meiner damaligen Nachbarschaftsfreundin, die hatte fünf ältere Geschwister und neben SMOKEY gehörte ABBA zu deren Lieblingsbands. Während ich also bei mir zuhause PINK FLOYD in allen möglichen Varianten durch's Haus schallen hörte (wohlgemerkt vom Dachboden, da hatte mein Bruder sein Zimmer!), lief bei meiner Freundin nebenan ABBA in der Dauerschleife!  - Als ich dann zwanzig kleine Jahre später mit meinem damaligen Mann auf unserem niederländischen Traditionssegler unterwegs war, gehörte das Abspielen von ABBA Liedern bei Flaute dazu wie der Hering auf's weiche Brötchen. Wohlgemerkt nur auf dem Ijsselmeer, denn auf dem Wattenmeer da waren wir zuhause und hätten niemals die Idylle mit lauter Musik verschandelt (hierzu noch eben die Anmerkung, dass es eine kleinen feinen Unterschied gibt zwischen den Charterschiffen, die in Harlingen oben am Wattenmeer ihren Heimathafen haben zu denen, die am Ijsselmeer liegen....*hoho*). - Also, wie gesagt mein Leben mit ABBA im Hintergrund ging weiter,...und gefolgt mit dem Umzug nach Schweden blieb eine kleine feine ABBA Liebe bestehen. Ach, ich vergaß zwischendurch war ich ja auch mal zu Besuch in Stockholm und übernächtigte hier, ganz wunderbar für echte ABBA-Fans die beste Übernachtungsmöglichkeit, keine Frage!

Als dann im Frühsommer 2013 das ABBA-Museum in Stockholm eröffnete, war ich mir sicher, dass ich als leichter Museums-Muffel dort jedoch auf jeden fall hinmüsste. Als ich dann ein dreiviertel Jahr später ein originelles Geschenk für meine Berliner Cousine brauchte, schenkte ich ihr kurzerhand einen Gutschein für eine ABBA-Museums-Eintrittskarte! Besagte Cousine kommt immer einmal im Jahr zu unserem Sommerfest, und somit war ich mir sicher, dass dieses Geschenk bei meiner sehr Musik begeisterten Verwandschaftsfreundin sicher gut ankommen würde. Ende Juni letzten Jahres haben wir dann auch, gefolgt von meinen beiden jüngsten Jungs, zusammen das ABBA-Museum besucht....Es war genial!



























Allein schon der Eingang, bzw. ich nenne es mal den Beginn der Retro-Reise ist erleuchtend! Ein ganz wunderbares Välkommen, finde ich! Während des Besuches kann man vieles Lesen, wir hatten jedoch so ein Audio-Museumsrundleitungsdingens gebucht, welches ich auch nur empfehlen kann! Meins hatte eigentlich immer mein Junior, der somit auch ganz hingegeben lauschte....




Ich hingegen hätte zu gern gehabt, dass dieses rote Telefon geklingelt hätte, denn hätte ich als Besucher den Hörer abnehmen und mit einem ABBA Mitglied telefonieren dürfen. Welch' wunderbare Idee! Ich hätte dann erzählen können, dass ich ihren Dancing-Queen-Song etwas abgewandelt habe...




Meinem jüngsten gefiel -neben der ruhigen Stimme aus den Kopfhörern- am besten der Hubschrauber des Plattencovers von "Arrival"! Hier drin ließ es sich wohl herrlich spielen, und welch' coole Requisite! Ich fand auch den Nachbau des Tonstudios super, wo man selber in kleinen Kabinen Playback singen kann, bzw. verkleidet von sich eine Aufnahme machen lassen kann. Dies stelle ich mir persönlich wirklich lustiger vor, als wie die Dame dort oben als fünftes ABBA-Mitglied zwischen den Hologram-ABBAS auf der Bühne vor Publik zu singen....Also, wirklich SIE konnte das ganz gut, aber ICH werde da doch weiterhin meine Küche bevorzugen....




























Ich war am mit am meisten begeistert von diesen wunderbaren Marionetten, von dem "ABBA-the last song"-Video! Hier könnt ihr da mal reingucken, ich finde es soooooo Klasse!!!
Wer mehr auf die völlig Retro hippen Klamotten von ABBA steht, kommt auch voll auf seine Kosten, soviel sei noch verraten.
Ein kleiner, aber feiner Museums-Shop erheitert auch noch das ultimative ABBA-Fan-Gefühl!

Wie gesagt, ich finde das ABBA-Museum ist ein MUSS, wenn man Stockholm besucht! Mittlerweile habe ich Museum-Muffel ja doch schon das ein oder andere Museum hier von innen gesehen, ... und ganz persönlich gefällt mir das ABBA Museum beinah genauso gut wie JUNIBAKKEN (...äh ja, ich weiss, etwas barnslig [kindlich/kindisch] vielleicht, aber ich steh' halt auf Astrid Lindgren's Charaktäre, Alfons Åberg, Moomin, Petterson & Findus, etc.).
Der Eintrittspreis samt Audio-Museumsführer sind schon ein kleiner Angriff ins Portemonnaie, aber das ist es wirklich mehr als wert!

Und heute werde ich wieder hingehen,....ob ich singen werde...hm,...ich weiss nich'....

Kram,
Rosarood


Tuesday, 21 July 2015

Danska fiskedeller [Dänische Fischfrikadellen]


Wie ja einige von euch wissen,
habe ich meine gesamten Schulzeit
immer drei Wochen der Sommerferien in Dänemark verbracht.
Man könnte auch sagen, ich hatte sozusagen ein zweites Zuhause dort.
Wie mieteten immer einen Teil eines alten Hofes im Wald,
und deren Besitzer Erna und Åge wurden zu guten Freunden meiner Eltern.
Grundsätzlich wurden wir einmal bei ihnen zum Dinner eingeladen,
und kamen sie einmal zu uns....
Zwischendurch half meine Mutter Erna beim Tomaten putzen,
und bekam mein Vater nützliche Tipps um Anpflanzung von Gemüse von Åge,
falls wir nicht grad am Strand waren oder unterwegs.

Ich hatte dort meine Sommerfreunde,
verliebte mich ein wenig in einen surffreudigen blonden Dänen,
aber ach...am schönsten war die Zeit mit meinem "Ferienhund Bamse".
Der schwarze Labrador Bamse [Teddy] gehörte Erna und Åge,
und er kam schon mit dem Fressnapf unserem Auto entgegen,
wenn wir zu Beginn der Sommerferien ankamen.
Die Zeit da oben in Dänemark von 1976 bis irgendwann in den 90'ern
waren unbezweifelt einige die besten Wochen in meinem Leben.

Der größte kulinarische Genuss da oben im Nordwesten von Sjaelland,
war -neben dem Rieseneis mit Schokokuss & Marmelade,
dem Softis und dem herrlichen Gebäck-
...die Fiskedeller!

Manchmal fuhren wir morgens schon zum Hafen nach Sjaelland Odde,
um dort direkt vom Fisch vom Kutter zu kaufen...,
aber meist fuhren wir am frühen Vormittag,
kauften uns ein Eis und
liefen entlang der langen Kaimauer ein Stück vom Kattegat in,
bestaunten die schönen Segelyachten
(-mein Vater und ich hofften dann immer auf einen Lottogewinn,
dann würden wir auch so eine kaufen und dorthin segeln..-),
und auf dem Rückweg ging es in den Fischladen direkt am Hafen
oder hinauf zur Rökeri [Räucherei] am Steilhang.
Dort gab es sie, die besten Fiskedeller von Dänemark!

Ach Quatsch, die schmecken doch überall gleich, sagt ihr?!
Nee, nee....ich als alter Dänemarkurlauber habe sie durch's ganze Land probiert,
aber die allerallerbesten gibt es dort...in Sjaelland Odde havn!
Ehrlich!

Da fiel mir am Flughafen letztes Jahr 
per Zufall eine dänische BOLIG LIV in die Hand, 
und ihr werdet's kaum glauben...
mit dem ultimativen Fiskedeller-Rezept!
Als ich dann noch Kabeljauw frisch kaufen konnte,
packte ich gleich ein Pfund davon in meinen Einkaufswagen...
und neue Kartoffeln, ....die zum "schrabben", ihr wisst schon!

Auf Instagram konntet ihr's letzten Sommer schon sehen,
und hier kommt nun ENDLICH die Übersetzung vom Rezept aus der BOLIG LIV 





400-500gr frischen Kabeljauw (oder Lachs)
 mit einem TL groben Salz bestreuen und klein schneiden...
Eine kleine Zwiebel klein schnibbeln oder reiben,
und zusammen mit einem Ei und 1 dl Paniermehl 
zu dem Fisch in eine Komme geben,..
dazu nach und nach 1 dl Milch geben,
verrühren und mit frischem Pfeffer würzen!

Abgedeckt in den Kühlschrank damit,..
so ungefähr 'ne halbe bis ganze Stunde.
Wenn das Ganze dann zu fest geworden ist,
mit etwas Milch wieder auflockern.

Dann daraus 4-5 Frikadellen formen,
und in einem Gemisch von Öl und Butter braten...
..bis sie schön braun und gar sind!

Dazu gab's bei uns -wie bereits erwähnt- neue geschrabbte Kartoffeln,
und natürlich Remouladensause,
die gute aus Dänemark aus der Flasche ;-)
(Kann man natürlich auch selbstmachen,..hab' ich aber nich'...)

War köstlich,...
ok...die aus Sjaelland Odde havn sind immer noch die besten,
aber als Alternative sind diese wirklich zu empfehlen!





Ich wünsche euch viel Spaß beim Backen,
-die Fischluft im Haus muss man dann einfach ignorieren-
und weiterhin eine schöne Woche!


Kram,
Rosarood

Sunday, 19 July 2015

Wie aus #schlank2014 #fit 2015 wurde




Kurz bevor ich schwanger wurde
von meinem ersten Sohn,
habe ich aufgehört zu rauchen...

Fand ich nicht besonders schwierig,
Geld gespart habe ich allerdings dadurch auch nicht,
denn ich habe dafür Süßigkeiten gekauft...
und ruckschwuck...drei Kilos waren ganz schnell meins...
Drei Nicht-Raucher-Kilos!

Dann kam die erste Schwangerschaft inklusive Stillphase...
es blieben...weitere drei Kilos
Drei Schwangerschaftskilos!

Gefolgt von der nächsten Schwangerschaft und Stillzeit...
plus...
der letzten Schwangerschaft und Stillzeit...
macht

Drei Nicht-Raucher-Kilos
plus
Drei mal drei Schwangerschaftskilos...
macht
summasummarum
12 Kilo 

Zunächst habe ich ja immer noch gesagt,
dass sind die restlichen Schwangerschaftskilos..
Nur irgendwann müsste ich mir dann demnächst mal ein Baby ausleihen,
um nicht völlig lächerlich zu wirken...
bedachte ich im Dezember,
während ich genüsslich in eine nussfreie Schokolade biss..
und ein paar Bullar backte!

Als ich dann auch noch meine schwedische Backikone sah...
also ich erkannte sie eigentlich nicht wieder,
rank und schlank 
war ich mir sicher, 
dass ich das auch schaffen würde...

..und somit habe ich angemeldet
bei viktväkterna [weight watcher],
online
und es klappt ganz wunderbar!

Ich freue mich über jedes Kilo,
was verschwindet...
und stelle mir immer Kartoffelsäcke vor...
Vier Säcke á ein Kilo sind schon verschwunden..,
na dann fehlen ja nur noch acht Säckchen...
das schaffe ich locker!
Kann mir jemand mal eben bitte ein bisschen Schoko geben? ;-)


Soweit war mein Blogpost letztes Jahr schon gediegen,
und ich glaubte wirklich fest an #schlank2014..
hat auch gut geklappt..
8 Kilo hatte ich runter vor den Sommerferien,
dann ein bisschen Schlendrian
(wer möchte schon nicht ein bisschen Pizza und Wein,
und ein fettes Softice in der Sonne von Schweden's Westküste geniessen)




Tja, und danach fing ich an zu arbeiten,..
..und so kam Kilo vor Kilo wieder dabei,
ganze drei Kilo waren so wieder drauf zum Ende des Jahres...

Puh, also dieses Jahr hab' ich mich dann für #fit2015 entschieden.
Ich stelle fest, dass nur Diät oder weniger essen
nicht wirklich mein Problem sind...
Ich werde tatsächlich älter
und somit scheint meine Verbrennung auf ein Minimum gesunken zu sein..
Sagte doch tatsächlich meine beste Freundin letztes Dezember zu mir:
"Du, unsere Körper verändern sich irgendwie",
 schaute mich und sich in einer Umkleide kritisch an...und grinste.

Hm, also wie gesagt,
da hilft nichts,..
Nun bin ich im März begonnen mein Aktivitätslevel zu erhöhen.
Statt einfach auf dem Sofa zu relaxen,
wenn ich von der Arbeit kam,
bin ich dann halt auf den Crosstrainer
oder habe mich unter Anleitung von
freundlichen Amerikanerinnen mit Cardio-Pilates auf Youtube ausgepowert.

Ich fühl' mich gut,
also besser als vorher..
trotz gleichbleibener Kilos...
immer noch mindestens 5 zuviel auf der Waage,
aber trotzdem glücklich mit mir selber...


Und nun habe ich spontan Lust auf so ein fantastisches Softeis!
*MUMS*


Kram,












Monday, 8 June 2015

Gender, Schweden und ich...oder #wasanderswäre


Nach einer halben Ewigkeit
bin ich dann mal zurück....
auf meinem Blog...
mehr oder weniger verdankt Ihr das Nike,
die gern von mir wissen wollte:

Was wäre, wenn ich ein Mann wäre?

Tja,...ich gebe zu..., ich musste schon ein wenig schmunzeln,
als Nike mir dieses Stöckchen zuwarf,
dass übrigens seinen Ursprung hier hat.



Rein jobtechnisch (siehe Tipp unten!) befasse ich mich schon sehr lange mit Gender,
und grad hier in Schweden wird die Gleichberechtigung SEHR GROSS geschrieben....
Manchmal finde ich dies sehr übertrieben, aber wahrscheinlich nur,
weil ich selber kaum geschlechtsspezifisch denke,
und wenn dann meist mit purer Absicht *gemeines Lachen*
Aber am besten fange ich einfach mal bei der ersten Frage an...



Was wäre anders in deinem Leben, in deinem Alltag, wenn du ein Mann wärst?

Wenn ich ein Mann wäre, dann würde ich wahrscheinlich mehr Geld verdienen. Auch in dem "gleichgestellten" Schweden werden Frauen manchmal schlechter bezahlt als Männer, obwohl die Gleichberechtigung denselben Job zu machen, hier recht normal ist. 
Ich erinnere mich noch an unseren ersten Winter hier, als das Schneeräumkommando in Form eines Mega-Bulldozers die Straße hochfuhr...hinter dem Steuer diesen Kolosses saß das Abbild einer typischen Schwedin (Blondes langes Haar, blaue Augen,...). Ganz kurz dachte ich, dass sie das Fahrzeug ihrem Freund entwendet hatte, aber nein tatsächlich...sie kam jeden Tag! Und mit ihr gibt es endlos viele Frauen in "Männerberufen"...., womit ganz klar ist, dass die Schweden die deutsche "wir haben ja gar kein extra Klo für weibliche Angestellte"-Sache irgendwie schon vor langer Zeit geklärt haben.
Aber zurück zu mir,...als Mann würde ich hier auch nicht viel anders meine Kinder groß ziehen, und wäre von Anfang an daran gewöhnt, dass ich mein Geschirr in die Spüle stelle und dass den Haushalt sicher nicht nur meine Mutter macht. Generell würde ich es als schwedischer Mann als eine Selbstverständlichkeit sehen, dass meine Partnerin die gleichen Rechte und Aufgaben im Haushalt und bei der Familienplanung hat als ich. Ich hätte 180 Tage Erziehungszeit, die ich zum Grossteil selber ableisten muss, auch wenn mir das vielleicht nicht gefällt, aber ein kinderwagenschiebender Vater wäre ich auf jedenfall, ein ganz gängiges Bild hier auf allen Strassen (egal ob Stadt oder Dorf).
Es wäre total normal, dass ich, wenn die Kinder krank sind, zuhause bleibe...



Was tust du nur deshalb, weil du eine Frau bist?

Mich schminken, meine Augenbrauen ausreißen, meine Waden und Achseln rasieren (obwohl letzteres anscheinend ja auch schon die Männer übernommen haben....)....und mich in Kleider kleiden? Keine Ahnung!



Was tust du nicht/welche Dinge lässt du lieber, weil du eine Frau bist?

Haha, wie schon oben gesagt, hier komme ich zu purer Absicht! Es gibt recht wenige Dinge, die ich nicht kann oder können könnte.... Da mein wesentlich älterer Bruder irgendwie zu töffelig äh zwei linke Hände hatte, habe meist ich mit meinem Vater Gartentische zusammengeschraubt, Malerpinsel geschwungen, etc. Dies verbunden mit dem Leben auf einem alten Traditionssegler (sprich: entrosten, lackieren, malen, sägen, etc..) macht, dass ich relativ "fit" bin im Gebrauch von Werkzeug und Maschinen. ABER wenn mich  jeMANNd fragt, kann ich das grundsätzlich nicht! 
Manchmal bin ich einfach gern blond und -sorry- blöd, dann möchte ich einfach gern ein Mädchen sein (auch wenn ich das im Grunde meines Herzens eigentlich ganz wenig bin). Das ist so ein bisschen wie Rosarood (niederländisch für rosarot): Ich wäre gern rosa, aber eigentlich bin das nicht wirklich ich ;-)



Durch welches Klischee fühlst du dich persönlich beeinträchtigt?

Das gängige Frauen-Klischee vielleicht?! Hm....obwohl das ja glücklicherweise jetzt so im Alter doch etwas weniger wird *hoho* Aber F-r-ü-h-e-r habe ich mich meist ziemlich aufgeregt, wenn ich mich Männer aufgrund meines Äusseres bewertet haben. So manch eine "Beziehung" war meist eher basiert auf mein Äusseres als auf mein Inneres....
Was ich ja auch gar nicht leiden kann ist, wenn ich "als Frau" bewertet werde über das was mein Mann tut. Zum Beispiel, wurde ich an Bord unseres Segelschiffes gerne als "die Frau vom Skipper" bezeichnet! Kotz! Hallo!!! ICH war wohl die Frau vom Skipper, aber nebenher war ich vorallem Teilhaberin unseres Charterbetriebes und mindestens genauso wichtig wie er. Da kam ich mir immer so vor, als hätte ich mir den Skipper unter den Nagel gerissen, ...ich (die dumme Trulla... upps, Klischee, sorry).



Erzähle von einer Situation, in der du bemerkt hast, dass es von Vorteil ist, zur Gruppe der Frauen zu gehören?

Uff, ...ehrliche Antwort: NEE! Mir fällt dazu nichts ein, ausser, dass ich dank meines Geschlechts schwanger werden konnte, und ich dieses Gefühl vom Leben in mir, einfach soooo grosse Klasse fand.....die Kaiserschnitte und das Stillen danach (etwaige Brustentzündungen, der ständige Gammelmilchgeruch, usw.) sowie den monatlichen Kram...nee, danke, kein Vorteil in rein körperlicher Hinsicht.
Manchmal ist es vielleicht ganz hilfreich, ein wenig "dumm und blond" zu sein tun, zum Beispiel im Baumarkt oder in der Autowerkstatt, beim Reifenwechsel oder wenn ich mal zu faul bin, selbst die Bierflasche mit den Zähnen zu öffnen...., aber ob das nun ein Vorteil meines Geschlechts ist, wage ich zu bezweifeln ;-)



Gibt es Situationen, in denen das Geschlecht keine Rolle spielt?

Für mich gibt es jede Menge Situationen in denen das Geschlecht keine Rolle spielen muss/müsste. Allerdings unterscheide ich hier ganz klar, in dem wie ich selbst mich darin sehe, mich als Person, nicht unbedingt als Frau! 
Allerdings glaube ich, wenn ich sehe, wie viele -grad deutsche Frauen- in unglücklichen Ehen bleiben, weil der Partner die Kohle verdient und vielleicht einen gewissen Status aufgebaut hat, dann glaube ich, dass es da noch jede Menge zu arbeiten gibt an Gender! Da können Männer sich wie die letzten Schweine benehmen, und den Frauen bleibt manchmal einfach nichts anderes übrig als auszuhalten..., wenn sie sich einen gewissen -oft auch alters- oder familienbedingten- Status halten wollen.
Hier in Schweden wird, ich glaub' irgendwo gelesen zu haben, jede zweite Ehe geschieden. Cool! Nicht weil ich unbedingt finde, dass man sich unbedingt scheiden lassen muss...., aber das es aufgrund der finanziellen und betreuungstechnischen Lage, nicht sein muss, dass Frauen bei ihren Männern bleiben müssen und Kinder in unglücklichen Beziehungen aufwachsen!



Am Ende dieses kleinen Berichtes, wie Rosarood Gender sieht, möchte ich euch noch gern dieses zeigen. Grad für die Pädagogen unter euch, zum Schreien! Einfach genial...seht selbst!
Die superweichen Helden!   gehören hier zum neusten Genderhit in der Förskolan, und ganz neu dazu


In diesem Sinne,
Ich hab' gern mitgemacht,
und ich lasse das Stöckchen offen rumliegen,
wer mag, nehmt es mit!
...aber nicht den hashtag #wasanderswäre vergessen!



Kram,

Rosarood



Sunday, 1 February 2015

Gedanken am Sonntagmorgen...




Heute morgen 11.23 Uhr 
vor dem PC...





....eigentlich sollte ich den 
"Antrag auf Gewährung von Leistungen nach SGBXII (Sozialhilfe) bei 
vollstationärer Pflege"
für meinen Bruder erstellen, 
aber genau das zögere ich schon seit einigen Wochen raus...
Akute Unlust, wenn ich sehe, was ich da alles einfüllen muss,
bzw. als ich den Antrag Ende Oktober bekam,
musste ich erstmal sämtliche Unterlagen Anfang Dezember 
in der Heimat zusammensuchen.
Natürlich hätte ich die Vormundschaft für ihn nicht übernehmen müssen 
vor zwei Jahren, nachdem meine Mutter dazu nicht mehr in der Lage war,
aber irgendwie ist man ja schliesslich Familie
(egal, wie gut man sich mal irgendwann verstanden hat oder nicht)
und es gab einfach zuviel bad stories über die sogenannten 
gesetzlichen Vertreter....

Und wie ich da so saß...um 11.23 Uhr
sah ich aus dem Fenster...





Schnee....Schnee....Schnee...
Dem Gedanken nach draussen zu rennen,
und den Schlitten zu packen,
konnte ich grad noch widerstehen.
Hatte ich doch festgestellt, 
dass das Rodeln auf Matratzen mit meinen Kiga-Kindern
allen zwar einen Riesen-Spaß macht,
ich aber seitdem Rücken hab'..
und nicht nur ein bisschen auch...

Dies führte wiederum zu dem Gedanken, 
ob ich vielleicht eventuell mittlerweile zu alt 
für diesen Beruf geworden bin...mit Anfang zwanzig
hat mir die Lautstärke, das Sitzen auf niedrigen Stühlen,
die ewigen pädagogischen Diskussionen, etc,....wenig ausgemacht.
Es war der Job meines Lebens...
ich mag Kinder, und insbesondere die "Rabauken",
die mögen mich meist ganz besonders ,-)

Die letzten Wochen geprägt mit Personalwechsel und Personalmangel
haben bei mir -mit den Matratzen-Rodel-Mannövern-
jedoch irgendwie den Rest gegeben...
Ich bin müder als vor den Weihnachtsferien,
nach nur vier (!!!) Wochen 
mit 22 Dreijährigen, die ich nach wie vor,
liebevoll die Schnottmonster nenne!

Nächster Gedanke, der darauf folgte, war:
Ist dies nach wie vor der Job, den ich mir mit 18 Lenzen ausgesucht habe,
oder ist es mehr der Brotverdienst, den ich irgendwie mache,
weil ich darin (Achtung! Angabe!) ziemlich gut bin?!
Worauf ich wieder zum eigentlichen Kerngedanken kam,
ob ich nicht einfach zu alt geworden bin...

...ob ich wieder backen sollte?
Welch' Gedanke!
Ach, oder die ursprüngliche Idee
"Villa Rosarood B&B"!
DAS wäre ja wirklich so fantastisch,...
ich könnte meinen Gästen auch zeigen,
wie man auf Matratzen rodelt!
Inkl. Saunabesuch und Massage für die lädierten Glieder, versteht sich...

Nächster Gedanke....
wie finanziere ich das?
Reiche Erbtante!? Hab ich nicht, leider...
Kredit bei der Bank? Zu unsicherer Businessplan,..
Bankraub? Zu feige...
Spenden? Eher unwahrscheinlich...


Tja, ihr seht...so vergeht ein Sonntagmorgen...
ich hab' nach wie vor keinen Plan,
aber wieder ein Ziel vor Augen!
Macht euch schon mal vertraut, 
mit dem Rodeln auf Matratzen!

Bis dann!

Kram,
Rosarood


Thursday, 18 September 2014

Nach langer Schaffenspause...


...und einigen entsetzten Mails,
ob es mir wohl gut geht hier in der weiten Ferne,
raffe ich mich nun auf...,
um euch zu berichten,
was so alles passiert ist in den letzten Monaten.

Eigentlich ist nichts aussergewöhnliches passiert:
Ich habe meinen Sprachkurs erfolgreich Ende Mai beendet,
habe eine Stelle als Erzieherin in der förskolan [Kindergarten] bekommen,
 wir haben unsere Wohnung in Adam verkauft
und hier das kleine Schwarze gekauft *schreiimmernochvorglück*
und nebenbei hatten wir in den 10 Wochen Sommerferien
-bevor ich im August meine Stelle angetreten habe-
auch noch eine wundervolle Familienurlaubswoche an der Westküste
und eine fantastische Sommerparty!




Alles in allem eine ganz wundervolle Zeit,
die 40-Stunden-Stelle in der förskolan ist
meist auch ganz lustig,...
21 Dreijährige halten einen ganz schön auf Trab ;-)
...wie gesagt, alles in allem wundervoll!

Nur wenn ich ehrlich bin,
jedes Mal, wenn das Telefon aus der Heimat klingt,
kriege ich das kalte Grausen...
möchte ich am liebsten gar nicht abnehmen,
...weil irgendetwas ist immer!
#wennelternaltwerden....ich sach' euch...das ist nicht lustig...

Manchmal wünschte ich, ich würde dort wohnen,
aber im gleichen Moment weiss ich,
dass ich dort nicht glücklich wäre...,
die Heimat ist für mich nur rosa, 
wenn ich weit weg bin...
Dieser gewisse Kleinstadtmief ging mir schon gegen den Strich,
wenn ich als kleines Mädchen mit meiner Mutter auf den Markt ging...
gefühlte tausend Mal musste man stehen bleiben und schnacken,
jeder zweite wurde gegrüsst
und dieses "ach, bist du gross geworden".....NEIN, DANKE
..ist nichts für mich, tut mir irgendwo auch leid,
aber geht irgendwie nicht.
Nach einer Woche Heimat 
(oder so wie letzten Sommer die sieben Wochen!!)
habe ich Sehnsucht nach woanders hin....fort...
Ach, bester Seefahrer-Opa, das sind wohl deine Gene in mir!

Ja, so sieht es aus...
und ganz nebenbei bin ich angefangen,
eine Biografie zu schreiben,...
Vor einiger Zeit hatte ein Verlag angefragt,
ob ich nicht Lust hätte, mein Leben mit anderen zu teilen.
Erst wusste ich nicht so genau, 
was ich da so schreiben sollte,
aber mittlerweile kamen mir einige Ideen,
und die trag' ich nun zu Papier...
mal schauen, was daraus wird...

Soviel sei verraten:
 Es handelt um ein bisschen Bremer Geschichte,
mit einigen Anekdoten aus meiner Kindheit,
meiner Liebe zum Meer und seiner endlosen Weite,
und meiner Sehnsucht nach dem "Fort";
gekrönt wird das Ganze mit Rezepten aller derer,
die in meinem Herzen einen besonderen Platz bekommen haben...


Euch ein schönes Wochenende gewünscht,
und bis bald mal wieder!


Kram,
Rosarood


Wednesday, 7 May 2014

Spannende Zeiten...



..waren das die letzten Wochen, 
ach was sag' ich... Monate!

Jeden Tag inspizierte ich den hiesigen Häusermarkt im Internet,
und je mehr Zeit verging,
desto gefrusteter wurde ich...
Nichts...wirklich rein gar nichts
in der näheren Umgebung
was uns gefallen hätte,
bzw. das Angebot war eh schon so mau,
dass kaum etwas zur Auswahl stand!

Nachdem ich dann ganz glücklich endlich etwas gefunden hatte,
und der Makler sich schon mit uns treffen wollte,
kam auf einmal eine Reaktion auf unser Gebot von unserem Vermieter:

Er hätte sich entschieden,
er würde das Haus doch nicht auf den Markt setzen,
sondern gerne an uns verkaufen!




Somit werden wir nun einen vorläufigen Kaufvertrag zeichnen,..
und ab Ende Juni 2014 wird 
das kleine Schwarze dann unser eigen sein!

Ich hüpf' dann mal weiter durch's Haus...


Kram,
Rosarood